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Martin Breindl  
  FOUND AND LOST
Eine Intervention mit der Fundbox vor Ort, deren Äußeres ich gestaltet habe; eine Erforschung des Inneren der Box und dessen Prozess.
 
Die Fundbox wird zur Transformationsmaschine für objéts trouvés. Ich begebe mich im Vorfeld im Umkreis der Fischerstiege auf die Suche nach Objekten, die als objéts trouvés von mir zu Werken der Kunst autorisiert werden. Diese werden während der ersten Woche in der Edition Splitter, Salvatorgasse (Batya Horn) ausgestellt. Als Programmpunkt der Veranstaltung werden am Ende die Objekte aus der Galerie (oder sonstigen Präsentationsräumen) genommen und unprätentiös in die Fundbox eingeworfen.
 
InteressentInnen haben danach die Möglichkeit, bei der Fundabteilung im Bezirksamt diese "verlorenen" Gegenstände abzuholen (i.e. kostenlos in den Besitz eines Kunstwerks zu kommen). Um sie zu erhalten, müssen die Gegenstände genau beschrieben werden. Diese Beschreibungen sollen das Einzige sein, was publiziert oder dokumentiert wird.
 
Die Objekte werden durch die potenziellen BesitzerInnen nochmals als Werke informiert (also bedeutungsaufgeladen). Erwerb von Kunst nicht durch kapitalistische Transaktionen, sondern durch Informationsaustausch.
Dieser bleibt als dokumentierter Akt vorhanden, während die Gegenstände selbst in den normalen Alltag der Menschen diffundieren.
 
Auch Unvorhergesehenes - also beispielsweise, dass das Bezirksamt die Objekte nicht als Fundgegenstände (oder Gegenstände von Wert) erkennt und sie daher gleich entsorgt, oder dass sich niemand dafür interessiert und sie liegen bleiben - ist teil des Prozesses, und von mir als solches akzeptiert.  | zurück


   
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